Bemerkenswert

Funktionale Anatomie & Physiologie im Yoga – 3. Ausbildungswochenende

„Separierte Übungen“ machen für den Kopf keinen Sinn. Bewegungen müssen „sinnvoll“ sein.“ 🤸‍♀️

Mit diesen Worten unseres Dozenten Gunnar starteten wir in das „Anatomie und Physiologie“-Ausbildungswochenende.

Es war ein bereicherndes, spannendes, lebendiges und lustiges Wochenende. Elbosteo Gunnar Tannhäuser Osteopath BAO hat die Gabe, komplizierte Dinge verständlich und greifbar zu vermitteln. Ob bewusst oder unbewusst, hat er den obig erwähnten Satz total in seinen Unterrichtsstil einfließen lassen!

Im yogischen Praxisteil gab es am Samstag eine Sivananda-Yoga Einheit für „Fortgeschrittene“, angeleitet von Thomas und Vanessa. Ich fand es super, dass wir dadurch auch eine weitere Dozentin der Ausbildung kennenlernen konnten. Das Hands-On von zwei Lehrern war zudem suuuper! Danke Vanessa!

Der Sonntag startete wieder mit einem 2 stündigem Sadhana in der Früh. Mittags gab es ein 30-minütiges, sehr schönes Savasana von der lieben Melli – danke für die angenehme Massage  !
Nachmittags gab es 30 Minuten Ashtanga Vinyasa Yoga Sonnengrüße mit Ein- und Ausstimmung, angeleitet von mir.

Es war ein rundum gelungenes Wochenende. Anstrengend, aber toll!
Erwähnte ich bereits, w i e toll ich unseren „Haufen“ finde 😀 ? Die Gruppe wächst immer mehr zusammen. Schön ist das 🙏

Bemerkenswert

Eine Yogalehrerausbildung ist kein Yoga-Retreat und das erste Fazit – das 2. Ausbildungswochenende

Wenn mir eines nach dem letzten Ausbildungswochenende klar geworden ist, dann, dass eine Yogalehrerausbildung kein Yoga-Retreat ist. Auf jeden Fall nicht unsere.

Für Menschen, die sich eingehend mit Yoga beschäftigen, viel Yoga (Asanapraxis) praktizieren und eine „lockere“ Zeit verbringen möchten und nicht vorhaben, YogalehrerIn zu werden, für die ist so eine eigentlich Ausbildung nicht wirklich was. Diese Ausbildung ist kein schöner „Yoga-Kurzurlaub“. YogalehrerIn zu werden bedeutet, sich vor allem auch aus dem Blickwinkel des Lehrers/In heraus, mit der Thematik zu befassen und zu erfahren. Denn wir werden einmal SchülerInnen haben und Verantwortung für sie tragen.

Als angehende Yogalehrerin wie mich wird eben eine solide Yogapraxis vorausgesetzt – in Eigenpraxis und/oder in der Gruppe und dem Erfahren  des Yoga auf unterschiedlichen Ebenen im Leben. Yoga ist ein Weg der Erfahrung. Eine Yogalehrerausbildung ist für Menschen, die sich noch nicht wirklich mit der Materie auseinander gesetzt haben, in meinen Augen weniger geeignet.

Mir verlangt diese Ausbildung einiges ab. Sie ist herausfordernd in vielen Bereichen. Holldriööö – und das war erst das zweite Wochenende 😀 .

Der Inhalt

Am zweiten Wochenende haben wir die Grundsätze der Yamas & Niyamas  erarbeitet (hier auch mit Augenmerk darauf, was sie für uns als angehende Yogalehrerinnen in Bezug zu unseren SchülernInnen bedeuten und dem Umgang mit dem Yoga im Allgemeinen),  den Ashtanga-Pfad  beschritten und eine Grundlage zu den Themen Mudras, Bandhas und Chakras geschaffen.

Begleitet wurde das Wochenende von einer Kundalini-Kriya mit dem wohlklingenden Namen „Alte Anhaftungen loswerden“.

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Das, was auf dem Zettel zu harmlos erscheint, hat es mächtig in sich. Ich glaube am Samstag haben wir sie 3 mal gemacht und Sonntag zwei mal. Die Kundalini-Yogis machen sehr intensive, herausfordernde und auch emotionale Sachen, die bei mir sehr direkt wirken. Großartig! Ich mag das sehr, auch wenn ich drauf und dran war, den letzten Durchgang am Sonntag zu verfluchen 😀 .

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Ich bin im Übrigen die hinten rechts mit der gelben Matte 😀 !

Dazu durften sich die ersten aus unserer Gruppe im Anleiten von Savasana und Asanas üben 🙂 .

„Ein Haus bedarf fester Fundamente. Ohne die Grundregeln von Yama und Niyama zu praktizieren, die ein festes Fundament für den Aufbau des Charakters bilden, kann es keine einheitliche Persönlichkeit geben. Wenn mann die Asana ohne Yama und Niyama ausführt, sind sie nichts anderes als Akrobatik“. B.K.S. Iyengar

Dieses Zitat, welches auch in unseren Handout zu finden ist, finde ich elementar. Turnst du, oder praktizierst du Yoga…?

Dazu haben wir erarbeitet, was Yoga ist, welchen Hintergrund er hat, welche Yogawege es gibt, was sie beinhalten, wie sie zu verstehen sind und seine Entwicklung bis in die „Moderne“ verfolgt. Hier vor allem die Ausprägungen des Raja-Yoga, dem königlichem Weg, dem auch der Hatha-Yoga, neben dem Kundalini- und Kriya-Yoga zugeordnet ist, und was für Stile im Hatha-Yoga in der Moderne kreiert wurden und werden. Puh.

Da wir uns vorher ausgiebig mit dem Ashtanga, dem Achtfachen Weg, befasst hatten wurde uns schnell klar, dass viele Yoga-Stile, auch in Bezug zum Zitat Iyengars, wenig mit dem zu tun haben, was Yoga ist.

Ebenso wenig wie mit der  Hathayoga-Pradipika – der „Bibel“, dem Leitfaden des Hathayogas.

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Sich mit der Komplexität der Sache an sich zu beschäftigen, hat bei mir schon einiges ausgelöst und viele A-HA-Momente geliefert.

Zu den Themen Mudras, Bandhas und Chakras werde ich noch separat was schreiben. Hier nur so viel… Bei dem Thema Chakras am Sonntag war ich so „durch“, dass ich gefühlt nichts mehr verstanden habe LOL 😀 . Dabei finde ich das Thema so toll und möchte es verstehen und erfahren :/ . Mudras und Bandhas – sie sind für mich greifbarer und speziell die Bandhas mir vertraut. Zu den Chakras, den sich entgegengesetzt drehenden Rädern, den „Energiewirbeln“ fehlt mir noch der Bezug, wobei sie mir nicht unbekannt sind.

Für meine Motivation, dieses für mich noch ungreifbare Thema greifbarer zu machen, habe ich mir mal wieder diesen netten Auschnitt aus einer meiner Lieblingsserien angeschaut 😀 😀 😀 . Ich brauche Bilder, auf die ich aufbauen kann.

Das 3. Ausbildungswochenende: Anatomie

Greifbar wird auf jeden Fall unser 3. Ausbildungswochenende werden. Ein Wochenende mit dem lieben Gunnar Tannhäuser  http://elbosteo.de/ , der nicht nur der Osteopath meines Vertrauens ist, sondern mit dem ich auch schon zwei Workshops „erleben“ durfte 🙂 !

Viszerale Osteopathie im Yoga

Thorax und Pelvis – Osteopathie im Yoga

Fazit:

Neben dem bereits Geschriebenen – diese Ausbildung wird mir noch einiges abverlangen und das ist gut so. Das Leben ist nicht einfach (das Auseinandersetzen mit sich selbst ebenfalls teils „schmerzhaft“ und unbequem) – Yoga ist es auch nicht.

Ich bin froh, dass es keine „Einhorn und Feenstaub“-Ausbildung ist, aber davon war ich auch ausgegangen.

Unsere Gruppe, die langsam zu einer schönen Gemeinschaft wird, ist toll und ich fühle mich unglaublich wohl. Ich wünsche mir sehr, dass, auch wenn es im Laufe der Ausbildung für jeden „ungemütlich“ werden wird und der Stresspegel steigt, wir uns trotzdem weiterhin so eine Stütze werden sein können.

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Die Art und Weise des Unterrichts finde ich bisher sehr angenehm. Kein Ablesen des Handouts, Vorlesen daraus – sondern aktiv damit arbeiten. Der Unterricht ist sehr ehrlich und direkt.

Was ich so nicht gedacht hätte – unser sonntägliches Sadhana in der Früh ist mir schon nach dem zweiten Mal sehr ans Herz gewachsen und ich empfinde es als große Bereicherung für mich. Die Art und Weise der Einstimmung, die Zeit für mich, finde ich sehr wertvoll.

Wie im Übrigen auch die Tatsache, dass wir in Stille beginnen und nicht morgens plappernd durch die Gegend laufen, bevor der Unterricht beginnt. Klar, ruhig, meditativ.

Die vorher so „unliebsame“ weiße Kleidung, die wir tragen „sollen“, ist ebenfalls schön. Es tut meinen Augen sehr gut in einen Raum zu schauen, in dem „hell“ gekleidete Menschen sitzen oder sich bewegen. Licht und Ruhe an den innerlich bewegenden Tagen. Das Leben ist manchmal schon bunt genug 😉 !

Sat Nam

Fotos: Mit freundlicher Genehmugung von Thomas Kluge (yogalehrerausbildung-hamburg.de)

Eine Empfehlung von Herzen – Baruch

Das Internet hat seine Tücken. Facebook hat seine Tücken. Es ist ein Zeiträuber, durch Filter werden Beiträge, die ich zu sehen bekomme, gesteuert und die Menge an Informationen (nützliche, unnützliche, schöne und unschöne) überfluten oft mein Gehirn. Ein Grund, warum ich dort deutlich weniger aktiv bin, nebst der Tatsache, dass meine Ausbildug halt auch Zeit beansprucht.

Aber!

Es begegnen einem auch Menschen, die einen vom ersten Moment an „berühren“. Baruch ist so ein Mensch. Einer von „vielen“, die im Netz über Yoga schreiben und Videos drehen. Aber einer von wenigen, die für mich so einen wunderschönen und inspirierenden Inhalt besteuern. Ein wirklicher Lichtblick! Yoga.

Ich lege dir seinen Youtube-Kanal und seine Website ans Herz. Baruch hat etwas zu teilen und es lohnt sich, hinzuhören!

https://www.youtube.com/channel/UCzsLJ4-vpcE7d_RPCdkU8Bg

http://yoga-lab.info/wordpress/

Sat Nam 🙂

 

 

Über das Verteidigen der Komfortzone – Angenehmes muss nicht gut sein

Momentan ist es bei mir schlimm. Nicht schlimm im negativen Sinne. Ob es an dem Ausbildungswochenende liegt, an meinem Training oder der Yogapraxis, ich weiß es nicht.

Ich beobachte mich derzeit häufiger als sonst dabei, wie ich meine Komfortzone verteidige, oder auch in der Vergangenheit verteidigt habe. Beziehungsweise was ich mir alles, teils zunächst unbewusst, einfallen lasse, damit niemand in sie eintreten oder ich hinaustreten kann. Da werde ich auch ganz subtil in meinen Vorwänden und Begründungen. Dabei dachte ich, ich wäre dafür nicht mehr sooo anfällig. Falsch gedacht.

Autopilot

Gewohnheiten, Routinen, Rituale – sie sind wichtig und haben ihre Berechtigung im Leben. Sie lassen einen „energiesparend“ Dinge verrichten, lassen einen den Weg des geringsten Widerstands gehen, geben Sicherheit und einen stabilen Rahmen, auch wenn die Welt um einen herum manchmal aus den Fugen gerät.

Aber es gibt so Dinge und Momente, da ist dieser „Autopilot“ hinderlich und schlimmer noch, nicht gut, nicht förderlich für mich selbst.

Der Yoga ist eine Wertvolle Hilfe, sich immer wieder neu beoabchten zu lernen. Sei es im Kontakt mit anderen Menschen, Dingen, die geschehen, der eigenen Vergangenheit und dem, was ich daraus gelernt habe (und vielleicht manche Sachen vermeide, die doch gut für mich sind), in Denkstrukturen, Verhaltensmustern, dem Sinn und Zweck von Gewohnheiten, dem Erkennen von dem für mich weniger Förderlichem und dem für mich Förderlichem.

Veränderungen – Altes und Neues reiben sich.

Wenn ich selber merke, dass ich in diesem oder jenem Punkt an mir arbeiten muss, fällt es mir reeeelativ leicht. Es ist meine Entscheidung, ich mache es freiwillig. Meine Selbstdisziplin läuft dann oft auch Hochtouren.

Sagt mir jemand anderes, hey, mach so, mach dies, mach das, denn das ist besser für dich, dann werden die Schilde der Komfortzone erst mal hochgefahren. Okay, die Reaktion ist auch abhängig davon, wer mir etwas sagt. Dann kann auch recht schnell ein gedankliches – danke, stimmt, mach ich – folgen.

Meine letzten Monate waren sehr „arbeitsintensiv“, teils schmerzhaft und anstrengend. Wenn ich so zurückschaue, war es jedoch fast immer „nur“ der Moment der Reibung, des Verlassens der Komfortzone, des vermeintlich schützenden, angenehmen Bereiches. Das Durchbrechen des Schildes. Der Moment, wo es sehr knirscht, sich alles zu wehren versucht, nicht hinaus zu müssen. Unbekanntes, Neues kann einen auch unsicher und ängstlich werden lassen.

Einmal hinausgetreten lief es. Ungewohnt, holprig, anstrengend, manchmal den Blick zurück werfend, aber es war okay und vieles, was mich teils sehr lange hat nicht hinaustreten lassen (und mich trotzdem belastete), hat sich fast in Luft aufgelöst. Freiheit.

Es ist wertvoll Menschen in seinem Leben zu haben, die einem in den Hintern treten. Machen, muss man allerdings selbst.

Danke.

Auch wenn der nächste Punkt fast einen neuen Artikel wert wäre – es ist bestimmt einerseits total schön eine Yogalehrerin/Lehrer zu haben, die/ der einen auf Samthandschuhen trägt, ein Regenbogenlicht aussendet und mit „Herzen um sich wirft“. „Weichspülyoga“. Immer schön achtsam, nicht zu viel, nicht so, damit es „weh“ tut, lasse dieses oder jedes lieber sein, wenn es dir nicht gut tut.

Andererseits – ich weiß, wie ich mir manche Dinge schön rede, ich mich „schütze“, um möglichst leicht aus Situationen raus zu kommen. Wenn ich da immer nur auf mich hören würde, nur so weit, wie es mir gut tut…. Ich kann mich wunderbar selbst belügen.

Bhagavad Gita Kapitel 2 Vers 40:
Bei dieser Bemühung gibt es weder Verlust noch Minderung, und schon ein wenig Fortschritt auf diesem Pfad kann einem vor der größten Gefahr bewahren.

 

Prozesse. Erfahrungen. Yoga.

Dieses ist nicht der von einigen schon erwartete Artikel zum ersten Ausbildungswochenende.

Genau vor einer Woche startete meine Ausbildung. Es waren viele intensive, emotionale, wunderschöne und auch anstrengende Stunden.

Ausbildungswochenende vs. Alltag

Ab Montag hatte mich der Alltag mit all seinen Tücken wieder. Am Wochenende und die Woche über kaum geschlafen – es war viel zu tun, zu erledigen, Unerwartetes „anzunehmen“. Eben noch im „geschützten Yoga-Raum“, zack, wieder mitten im Leben.

Die Woche über dachte ich, boah, Nicole, du „musst“ noch den Artikel fertig machen, wie willst du all das, was wir in den Stunden erlebt und erfahren haben, in für Leser lesbare Worte fassen.

Heute morgen wollte ich starten und stand immer noch vor dem Problem. Tja, nun ist es wieder nicht d e r Artikel geworden, aber dieser hier. Und während ich hier schreibe ist mir die Idee gekommen, wie ich den Blog und die Artikel zu den Wochenenden strukturieren werden. Somit ist alles gut 🙂 .

Struktur

Ich werde in den Artikeln grob umreißen, was ich/wir erlebt haben. So werden die Artikel keine „Bücher“ und lassen sich, so hoffe ich, besser lesen. Wichtiger für mich empfinde ich über die Bereiche die es gilt, nach den Wochenenden zu erforschen, zu lernen, die Entwicklung zu beobachten, die Hausaufgaben, zu schreiben. Prozesse. Was macht die Ausbildung mit mir.

Zeit

Vor mir liegt der Ordner. Unser Handout. Ein Yoga-Kompendium. Da steckt viel Zeit, Geduld, Liebe, Hingabe, Disziplin, Erfahrung und… Wissen drin. Und dennoch ist es nur ein Bruchteil von dem, was gelernt werden möchte, was Yoga ist. Er ist „nur“ eine Basis. Aber eine solide. Stück für Stück darf ich mich nun mit dem Inhalt auseinander setzen, ihn erfahren. Es liegt in meiner Hand.

Sag mir einer, wie so etwas in einer kurzen Ausbildungszeit zu schaffen ist? Schon nach dem ersten Wochenende merke ich, wie wichtig vor allem auch die Zeit zwischen den Wochenenden ist. Raum zum Lernen, zum Anwenden, zum Erfahren…. Das braucht Zeit, Geduld, Liebe, Hingabe, Disziplin…. . Yoga ist (auch) ein Prozess. Es gibt keine Abkürzungen. Die Zeit bis Ende nächsten Jahres erscheint mir gerade sehr kurz.

Ausbildungswochenende vs. Alltag?

Somit ist es gut, wenn nach so einem schönen Ausbildungswochenende mich der Alltag mit einer Keule wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Yoga in der Abgeschiedenheit einer Berghütte, in einer „heiligen Stätte“ – das ist bestimmt schön. Aber der Alltag gibt mir die Chance anwenden zu lernen, mich mit allem auseinander zu setzen, zu wachsen.

Die Wochenenden der Ausbildung und der Alltag – sie gehören zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Und das ist gut so!

Sat Nam.

🙂

Glossar

Sanskrit = schwarz
Japanisch (chinesisch) = blau
Latein = grün

(mit freundlicher Genehmigung von Yoga Now e.V.)

 

 

Anatomie

Achsen und Ebenen   

A: Frontalebene
B: Sagittalebene
C: Transversalebene

1: longitudinale Achse
2: sagittale Achse
3: transversale Achse

 

Abduktion Wegführen (*1) Adduktion Heranführen (*1)
anterior vorne, vor Außenrotation Außendrehung
Atrophie Untergang eines Gewebes caudal unten / schwanzwärts
cranial oben / kopfwärts distal weiter weg vom Rumpf
dorsal zum Rücken gerichtet Dystrophie Schwund / Abbau eines Gewebes
Extension Streckung Flexion Beugung
Innenrotation Innendrehung lateral seitlich (*1)
Lateralflexion Seitbeuge maximus groß
medial mittig (*1) medius mittel
minimus klein posterior hinter, nach (*1)
profundus in der Tiefe Pronation Abwärtsdrehung
proximal näher am Rumpf Rotation Drehung
superficialis oberflächig Supination Aufwärtsdrehung
ventral zum Bauch gerichtet (*1) ventral zum Bauch gerichtet (*1)

 

(*1) = bezogen auf die transversale Achse (Nummer 3, vorherige Darstellung)

 


Literatur

 

A

Abhava → Worin über das Selbst als Null, frei von jeder Eigenschaft und jeglicher Begrenzung meditiert wird; Nichtsein; Verneinung
Abheda → Nichtunterschied
Abhimana → Ichdenken; Identifikation mit dem Körper
Abhokta → Nichterfahrender
Abhyasa → Wiederholung; Übung; eines der Sad Lingas
Achala → Unbeweglich; fest
Achyuta → Das Unzerstörbare; das Unveränderliche
Adharma → Alles was Recht und Gesetz widerspricht; Fehler
Adhikari → Mensch mit den notwendigen Voraussetzungen
Adhishthana → Hintergrund; Stütze; Grundlage; Substrat; Speicher (Brahman); zugrundeliegende Wahrheit oder Essenz
Adhyaropa → Täuschende Beimessung einer Eigenschaft; Überlagerung; falsches Geben einer Eigenschaft; fälschlich wird etwas für etwas anders gehalten; Eigenschaften des einen werden auf etwas anderes übertragen; Eigenschaften des Selbst werden auf den Körper übertragen
Adhyasa → Überlagerung oder Reflexion der Attribute von etwas auf etwas anderes
Adhyatma Sastra → Spirituelle Wissenschaft
Aditya → Sonnengott; Sonne; eine Gruppe von Himmelswesen
Advaita → Nichtdualität; Monismus
Advaita Vada → Die Theorie, dass Brahman das einzige Seiende ist; Monismus; Vedanta
Agama → Der Veda; Lehrbuch der Praktiken der Gottesverehrung
Agni → Feuer
Aham Brahmasmi → Ich bin Brahman
Ahamkara → Egoismus, Eigendünkel; dass sich selbst behauptende Prinzip ›Ich‹, ›Ich bin‹- Denken; Selbstbewusstsein
– Rajasiges Ahamkara → Ichdenken, das im Geist von Güte und Tugend gebildet ist
– Tamasiges Ahamkara → Ichdenken, das sich ausdrückt in Unwissenheit und Trägheit
Aham Vritti → Der Gedanke, sich selbst festzustellen

 

 

Ahimsa → Nichtverletzen in Gedanke, Wort und Tat
Ai-nuke → Das beiderseitige Überleben
Ai-uchi → Das gegenseitige Töten
Ajahallakshana → Es wird nicht weggelassen, sondern ausgeweitet, z.B. „Ein Braunes läuft.“, wo das Wort „Pferd“ hinzugefügt werden muss, denn da Braun eine Eigenschaft ist, kann es nicht laufen
Ajapa → Das Mantra „Soham“ (Ich bin Er), das vom Atem selbst erzeugt wird, ohne jede bewusste Anstrengung bei seiner Wiederholung; die Einatmung klingt wie ‹So‹, die Ausatmung wie ‹Ham‹
Ajnana → Unwissenheit
Akarta → Nichthandelnder
Akhanda → Unteilbar
Akhandaikarasa → Das ungeteilte Eigentliche
Akasa → Äther
Akshara → Silbe; unvergängliches Brahman; das, was nie vergeht
Alata Chakra → Ein an einem Ende brennender Stock, der, wenn er rasch im Kreis bewegt wird, die Illusion eines Feuerkreises entstehen lässt
Amana, Amanasaka → Geistlos
Amrita → Nektar
Anadi-Ananta → Ohne Beginn und ohne Ende; unendlich; das ist Brahman
Anahata → Der vierte Lotus der Yogis, Herzbereich; mystische Klänge, die Yogis hören
Ananda → Wonne
Anandaghana → Fülle von Wonne
Anasakti → Nichtverhaftung; Leidenschaftslosigkeit; Vairagya
Anga → Untergeordnetes Mitglied; Glied; Stufe
Angya → Fußwanderung, die Wanderung eines Mönches um bei seinen ZEN-Meistern vorzusprechen
Annam → Materie; Nahrung
Annamayakosha → Nahrungshülle; grobstofflicher physischer Körper
Antahkarana → Das innere Instrument; der vierfache Geist: Geist, Intellekt, Ego, Unterbewusstsein
Antar Mouna → Meditationsübungen
Antar-Drishti → Innere Sicht
Antarmukha Vritti → Ein Zustand, in dem der Geist nach innen gewendet und von den Objekten abgezogen ist

 

 

Antaryamin → Innerer Lenker; das Höchste Wesen, das sich in jeglicher Schöpfung befindet, dass alle Geschöpfe lenkt
Anubhava → Direkte Wahrnehmung, Erfahrung, intuitives Bewusstsein (Selbstverwirklichung); Identität von Jiva und Brahman; persönliche spirituelle Erfahrung
Anubhava-Advaita → Effektive lebendige Erfahrung des Einsseins.
Anugraha → Gnade
Anuvritti → Im Kreis drehen
Anusthana → Systematisches Ausführen religiöser Praktiken, üblicherweise über einen gewissen Zeitraum, wie z.B. 40 Tage, 90 Tage, ein Jahr
Anvaya Vyatireka → Positive und negative Behauptung; Beweis durch Behauptung und Verneinung. So wie verschiedene Arten von Dal miteinander vermischt werden, so wird auch Atman mit den fünf Koshas vermischt. Dass Selbst muss von den fünf Hüllen gelöst werden. Name und Form müssen von absolutem Sein – absolutem Wissen – absoluter Wonne gelöst werden. Die Vorgänge von Anvaya und Vyatireka finden immer gemeinsam statt. Dass Selbst existiert in den fünf Hüllen, ist jedoch nicht die fünf Hüllen. Das ist Vedanta Sadhana. Der Suchende weist Name, Form und die fünf Hüllen zurück und verwirklicht das eine, alldurchdringende, unsichtbare, un­endliche, ewige, unveränderliche Eigentliche, Brahman
Anuloma Viloma → Wechselatmung
Anyonya → Gegenseitig
Apana → Der Nervenstrom, der die Bauchregion steuert und sein Zentrum im Anus hat; bewirkt die Ausscheidung von Fäkalien; bewirkt Samenerguss; der nach unten gehende Atem
Apara → Anders; relativ; niedrig; unterlegen
Apara-Paksha → Die andere Seite, der andere Flügel
Aparigraha → Freisein von Begehrlichkeit; Nichtannehmen von Geschenken, die Luxus begünstigen; eines der fünf Yamas, der vorbereitenden Yogadisziplin
Aparoksha → Direkt; unmittelbar
Aparokshanubhuti → Direkte tatsächliche Erfahrung
Apavada → Ausnahme; Verneinung, Ablehnung; Zurückweisen als falsche Unterstellung oder Annahme: rajjuvivartasya sarpasya rajjumatratvat vastubhuta brihmano vivartasya prapancha sesha vastu bhutrupadaupadesha apavadah: so wie nichts anderes als das Seil im Seil genommen wird, auf das eine Schlange überlagert ist, so wird das Ursprüngliche selbst im Ursprünglichen genommen, das als Welt (fünf Elemente und andere) überlagert ist. Das ist Apavada
Apta Kama → Ein Mensch, dessen Wünsche erfüllt worden sind
Archana → Opfern von Blumen oder heiligen Blättern, usw., während Puja oder Gottesdienst, wobei die Namen des verehrten Objekts gesagt werden
Asamprajnata Samadhi → Höchster überbewusster Zustand, in dem Geist und Ichbewusstsein vollständig verlöschen
Asamsakti → Fünfte Jnana Bhumika, der fünfte Schritt auf dem Pfad der Erkenntnis, wo Nichtverhaftung an Objekte der Welt im höchsten Grade vorhanden ist
Asana → Stellung; Sitz; Übung
Ashrama → Einsiedelei; Lebensstand (deren es vier gibt, nämlich Brahmacharya oder Schülerstand, Grihastha oder Leben in der Ehe, Vanaprasta oder Leben im Wald und Sannyasa oder Mönchsleben)
Ashubhava Vasana → Unreiner Wunsch oder unreine Neigung
Ashtanga (beinhaltet) →

1. yama

 

 

2. niyama

 

 

3. asana

4. pranayama

5. prathyahara

6. dharana

7. dhyana

8. samadhi

 

Der achtgliedrige Pfad/Weg

1. Die fünf Enthaltungen:

Nicht töten, Wahrhaftigkeit, Nicht stehlen, Enthaltsamkeit, Kein annehmen von Geschenken.

2. Die fünf Verhaltensregeln:

Reinlichkeit (Läuterung), Zufriedenheit, geistige Disziplin, Studium, Hingabe an Gott

3. Körperhaltungen zur Vorbereitung auf die Meditation

4. Atemübungen zur Stärkung der Lebenskraft/Energie

5. Methode zum Umgang mit Sinneseindrücken

6. Konzentrationsübungen

7. Meditation

8. Verschmelzung des Geistes mit dem Objekt;

der Geist löst sich vom Körper

Astanga Vinyasa Yoga → Yogaform
Asti → Existiert; ist; Brahman
Asura → Dämon; negative Tendenz im Menschen
Ashvamedha-Yajna → Pferdeopfer; ein kompliziertes vedisches Ritual, das Könige ausführen, um einen Sohn oder die Herrschaft zu erlangen
Atmabala → Seelenstärke
Atma Bodha → Selbsterkenntnis; auch ein Werk dieses Namens von Shri Shankara
Atman → Seele
Atmanivedana → Vollständig dem Göttlichen hingegeben; Selbsthingabe
Avadhuta → Ein Asket, der der Welt entsagt hat; der sechste Sannyas Orden, üblicherweise nackt; der höchste Zustand von Askese oder Tapas
Avarana → Schleier der Unwissenheit
Avastha → Zustand
Avatara → Herabkunft; es ist das Herniederkommen des Göttlichen auf die menschliche Ebene; Inkarnation
Avidya → Unwissenheit; Nichtwissen; eine Shakti täuschende Kraft Brahmans, die manchmal als identisch mit Maya gesehen wird und manchmal als etwas anderes als sie. Macht den Zustand der individuellen Seele aus und heißt auch Ajnana oder Ashuddha Maya. Sie bildet die Karana Sharira des Jiva. Sie ist Malina, unreines Satva
Avidya-klesha → Stufe der Unwissenheit und Affekte
Avyabhicharini-Bhakti → Hingabe an nur ein einziges Ding; unerschütterliche Liebe zu einem speziellen Aspekt des Herrn
Avyakta oder Avyaktam → Nichtmanifest; unsichtbar; wo die drei Gunas im Zustand des Gleichgewichts sind; das Undifferenzierte

B

Bahiranga Lakshya → Konzentration auf ein äußeres Objekt oder auf einen Punkt im Raum
Bandha → Bindung; Verschluss oder Knoten; eine bestimmte Gruppe von Übungen im Hatha Yoga
Bandhana → Bindend
Basti → Die Reinigungsübung bei Darmverstopfung; innere gründliche Rei­nigung des Darms, indem Wasser durch den Anus aufgesogen wird; Yoga Einlauf
Bhagatyaga Lakshana → Auch bekannt als Jahadajahallakshana; z.B. der Ausspruch: „Das ist dieser Devadatta.“ wird so modifiziert, dass ein Teil des Gedankens aufgegeben wird. Devadatta, den man früher gesehen hatte, erschien anders: aber alle Unterschiede werden vermieden, um den wirklichen Menschen zum Vorschein zu bringen, der hier und jetzt derselbe ist, der er dann und dort war. Diese Methode findet in dem großen vedantischen Satz „Tat Tvam Asi“ Anwendung. „Das“ und „Du“ sind dasselbe, obwohl Das (Gott) und Du (ein Jiva) unterschiedlich erscheinen; wenn der scheinbare Teil beseitigt wird, enthüllt sich die Identität. Vachyarta (die wörtliche Bedeutung von Tat und Tvam) wird aufgegeben, und Lakshyarta (die wahre Bedeutung) von Tat und Tvam, nämlich Brahman in Ishvara und der Kutastha im Jiva, wird genommen
Bhagavan → Der Herr; Narayan oder Hari
Bhagavadgita → Das Lied der Gottheit
Bhagavata → Jemand, der Bhagavan, Vishnu, als Gott verehrt. ›Bhagavatam‹ ist der Name eines Puranas, das die Vaishnavas als ihre Schrift betrachten
Bhajana → Verehrung (des Herrn); Lob (dem Herrn); Zuflucht nehmen (zum Herrn)
Bhakta → Gläubiger, Verehrer Gottes
Bhakti → Hingabe; Liebe (zu Gott)
Bhashana → Sprechweise
Bhati → Strahlt; erleuchtet; Intelligenz; Bewusstsein
Bhava → Innere Haltung, meist als Ausdruck einer bestimmten Beziehung zu Gott; jede der fünf inneren Haltungen im Vaishavismus, nämlich Santa, Dasya, Sakhya, Vatsalya und Madhurya (Frieden, Diener, Freund, Mutter, Geliebter); geistige Haltung, Gefühl, Seins Zustand; individuelle Seele; subjektiver Seins Zustand; Geisteshaltung; Zustand der Verwirklichung in Herz oder Geist; richtiges Fühlen und richtiger geistiger Rahmen; richtige Absicht; richtige Vorstellung; richtige geistige Einstellung; Reinheit des Gedankens
Bhoga → Erfahrung; Wahrnehmung; Vergnügen
Brahm → Das unpersönliche Göttliche
Brahma → Der Weltenschöpfer
Bhramarakitanyaya → dadurch, dass sie intensiv an sie denkt. Ebenso wird der Jiva zu Brahman, wenn er intensiv darüber meditiert. (Siehe auch Arundhatinyaya)
Bhuh → Erdebene
Bhukti → Materielles Vergnügen
Bhuma → Das Unkonditionierte; unendlich; Brahman
Bhumika → Schritt oder Etappe; Zustand; Grad
Bhuta → Was entstand; ein Seiendes im Gegensatz zum Nichtmanifesten; jeder der fünf Elementarbestandteile des Universums; Element oder elementar
Bhuvah → Die höhere ätherische oder astrale Welt
Bija → Samen, Quelle
Bindu → Punkt; Fleck; Tat; Quelle; die Basis, aus der, dem Tantra Sastra zufolge, das erste Prinzip, Mahat Tattva, entstand
Bodha → Spirituelle Weisheit, Erkenntnis, Intelligenz
Brahma → Gott als Schöpfer; das erste der geschaffenen Wesen;
Hiranyagarbha, die  kosmische Intelligenz
Brahmabhavana → Gefühl des Einsseins mit Brahman und auch mit allem als Brahman
Brahmachari → Im Zölibat Lebender; jemand, der dem ersten der vier
Ashramas oder Lebensstände angehört; ein Mensch der rein lebt und die Veden studiert
Brahmacharya → Die erste Phase im Hinduleben, das Leben des unverheirateten Schülers
Brahmachintana → Ständige Meditation über Brahman
Brahma-Jnana → Direkte Erkenntnis von Brahman
Brahmaloka → Die Welt des vierköpfigen Schöpfers
Brahmakaravritti → Der einzige letzte Gedanke an Brahman allein unter Ausschluss aller anderen Gedanken, zu dem man durch intensive vedantische Meditation gelangt
Brahmamuhurta → Tageszeit eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang
Brahman → Akhandaikarasa Satchidananda, die absolute Wirklichkeit; die in den Upanishaden dargelegte Wahrheit; höchste Wirklichkeit, eins und unteilbar, unendlich und ewig; alldurchdringendes und unveränderliches Sein; absolutes Sein – absolutes Wissen – absolute Wonne; das Substrat von Jiva, Ishvara und Maya; absolutes Bewusstsein; nicht nur allmächtig sondern Allmacht an sich, nicht nur allwissend und wonnevoll, sondern Allwissenheit und Wonne an sich
Brahmanistha → Ein Mensch, der in der direkten Erkenntnis Brahmans verankert ist
Buddha → Der Erleuchtete; von Erkenntnis erfüllt
Buddhi → Intellekt; Verstand; Denkfähigkeit

C

Chaitanya → Das Bewusstsein, das sich selbst und andere kennt; absolutes Bewusstsein
Chakra → Geflecht; Zentrum psychischer Energie im menschlichen System
Chanchala → Unstet; schwankend
Chado Der Teeweg (das Praktizieren der Teezeremonie)
Chi (Qi) → Geist im Sinne von Pneuma oder Spiritus, der Atmen von Himmel und Erde, aber auch Weisheit
Chidakasa → Brahman in seinem Aspekt als unbegrenzte Erkenntnis; grenzen­lose Intelligenz; häufiges Konzept der Upanishaden; bedeutet nicht, der physische Äther ist Bewusstsein; das reine Bewusstsein (Chid) ist wie Äther (Askasa), ein alldurchdringendes Kontinuum
Chidghana → Fülle von Bewusstsein
Chit → Prinzip der universellen Intelligenz, Bewusstsein
Chinmatra → Nichts als Bewusstsein; allein Bewusstsein
Chintana → Denken, Reflektieren

D

Daivi → Wie Divya, göttlich
dam atman Quelle seines eigentlichen Seins
Dama → Kontrolle der äußeren Sinne; eine der sechsfachen Tugenden im Niyama des Raja Yoga
Darshana → Einsicht; eine Art zu sehen; Vision; philosophisches System; sichtbar machen
Dasya → Die Haltung des Verehrenden, die eine Beziehung als Diener Gottes ausdrückt
Daya → Barmherzigkeit; Mitgefühl
Deha → Physischer Körper
Dehabhimana → Egoistische Verhaftung an den Körper
Dehadhyasa → Falsche Identifikation mit dem Körper
Devata → Die Gottheit, der die Verehrung von Menschen gilt und ihnen das Gewünschte gibt. Der Begriff wird auch verwendet für den Herrn, der die Verehrung aller empfängt und ihnen das Gesuchte gibt. Er wird der höchste Devata genannt
Devi → Göttin
Dharma → Rechte Lebensweise, so wie sie die heiligen Schriften vorsehen; Charakteristika, Tugenden
Dharmamegasamadhi → Der Zustand des Überbewusstseins, Samadhi, wird „Tugendwolke“ genannt, insofern als daraus Nektartropfen der Unsterblichkeit durch die Kenntnis Brahmans fallen, wenn alle Heerscharen von Vasanas vollkommen zerstört sind. „Tugendwolke“ wird Samadhi im Astanga Yoga, von Patanjali genannt
Dharana → Konzentration des Geistes
Dhauti → Übung zur Reinigung des Magens im Hatha Yoga
Dhyana → Meditation; Kontemplation
Diksha → Einweihung; Weihe
Digvijaya → Eroberung der vier Himmelsrichtungen (Welt), militärisch oder kulturell
Divya → Göttlich; himmlisch; heilig; strahlend, übernatürlich
Dojo → Räumlichkeit, die der religiösen Praxis dient, auch Kampfhalle für Kendo, Kyudo etc.
Dosadridti → Die Sicht, die Fehler wahrnimmt
Drista → Das Sichtbare; gesehen; das Wahrgenommene

E

Ekadashi → Elfter Tag des Hindumondkalenders
Ekagrata → Einpünktigkeit des Geistes; Konzentration, Zielstrebigkeit
Eshanatrayam → Drei Arten von Wünschen, nämlich Wunsch nach Reichtum, Sohn und Frau

G

Gadha → Geruch; Duft
Gayatri → Eines der heiligsten vedischen Mantras, heiliger Hindutext
Gen → Das Erhabene
Ghrina → Mitgefühl; Erbarmen; Abneigung; Abscheu
Gi → Gerechtigkeit
Gita → Gesang; meint in der Hauptsache die berühmte Heilige Schrift „Bhagavad Gita“, ein philosophischer Text
Granthi →i Verschluss oder Knoten
Grihastha → Mensch im Ehestand
Guei → Feng Shui Element Metall
Guna → Aus der Natur entstandene Eigenschaft
Guru → Lehrer, Meister

H

Hakama → Hosenrock der Mönche und Kämpfer
Hannya haramita → Siehe auch Prajna-paramita
Hari → Ein Wesen, das die schlechten Taten derer, die zum ihm Zuflucht suchen, zunichtemacht. Ein Name von Gott Narayana oder Krishna
Hathayoga → Ein Yogasystem, um Kontrolle über den physischen Körper und das Prana zu erlangen; System von Asanas, Pranayamas, Bandhas, Mudras und Kriyas
Haori → Äußerer Umhang
Hen → Das Einseitige der ZEN-Lehre
Heijo-shin → Alltäglicher Geist
Hridaya → Herz, wichtiges Zentrum
Hridayaguha → Höhle oder Kammer des Herzens
Hiranyagarbha → Kosmische Intelligenz; der höchste Herr des Universums; auch Brahma genannt, kosmisches Prana, Sutratma, Aparabrahman, Mahabrahma oder Karyabrahman; Samastisukshma Sarirabhimani (die Summe aller subtilen Körper); das höchste geschaffene Wesen, durch welches das höchste Wesen das physische Universum projiziert; der kosmische Geist
Hsin → Grundlage zur Erlangung des Satori
Honshin → Ursprünglicher Geist
Hossu → Fliegenwedel, die Wanderung eines ZEN-Mönches um bei den ZEN-Meistern vorzusprechen
Hyoshi Natürlicher Rhythmus; wörtlich: Klatschen eines Kindes

I

Iccha → Wunsch
Ichigo ichie Eine Zeit, eine Begegnung (Grundsatz der Japanischen Teezeremonie)
Ida → Der psychische Nervenstrom, der durch das linke Nasenloch fließt, das kühlende Nadi, im Gegensatz zu Pingala, dem wärmenden Sonnennadi
Indra → Geist oder Seele; Herr der Sinne; Hindugottheit; Anführer der Himmelswesen; Himmelsherrscher; Regengott
Indriya → Wahrnehmungssinn; Sinnesorgan; entweder das äußere physische Karmaindriya (Handlungsorgan) oder das innere Jnanaindriya (Wahrnehmungsorgan)
Ishta → Wunschobjekt; das gewählte Ideal; die spezielle Form Gottes, der man ergeben ist; ein Opferritus
Ishtadevata → Bevorzugte oder Schutzgottheit
Ishvarasrishti → Das vom Herrn Geschaffene, z.B. Elemente

J

Jagadguru → Weltenlehrer
Jagat → Welt, veränderlich
Jala → Nicht real; Netz; Fallstrick; Illusion
Jang → Feng Shui Element Erde
Japa → Fortgesetzte Wiederholung des Namen Gottes; Wiederholung eines Mantras
Jaya → Sieg; Meisterung
Ji (shin) → Ein universelles Prinzip
Jin → Liebe
Jiva → Individuelle Seele mit Ego
Jivanmukta → Zu Lebzeiten Befreiter
Jivanmukti → Befreiung zu Lebzeiten
Jivasrishti → Das von Jiva Geschaffe, z.B. das Gefühl von ›Ich‹ und ›Mein
Jivatma → Individuelle Seele
Jnana → Wissen, Erkenntnis; Weisheit über die Wirklichkeit, Brahman, das Absolute

K

Kaivalya → Transzendentaler Zustand absoluter Unabhängigkeit
Kala → Teil, Strahl, Kunst
Kala → Zeit, Tod oder Yama
Kali → Böse, schwarz
Kaliyuga → Zeitalter von Kali; eisernes Zeitalter; das letzte der vier Yugas; das gegenwärtige Zeitalter; das dunkle, schlechte Zeitalter
Kalpa → Ein Tag Brahmas, 360 Menschenjahre sind ein Himmelsjahr,
12.000 Himmelsjahre sind ein Chaturyuga oder Mahayuga,
71 solcher Mahayugas sind ein Manvantara, 14 solcher Manvantaras (einschließlich ihrer Dämmerungsphasen) sind ein Kalpa von 4.320.000.000 Jahren; eine Nacht Brahmas dauert ebenso lange. Er lebt hundert solche Jahre. Das Leben Brahmas wird Para genannt, von längerer Dauer als das Leben irgendeines anderen Wesens, und die Hälfte davon heißt Parardha. Jetzt hat er das erste Parardha abgeschlossen und befindet sich im ersten Tag des zweiten Parardha. Dieser Tag oder Kalpa heißt Svetavarahakalpa; Kapla ist auch ein Ritualcode
Kalpana → Vorstellung im Geist; Schöpfung
Kama → Wunsch; Leidenschaft; Lust
Kara (Rakusun) → Eine Art Brustlanze, als Symbol des Mönchstandes (ZEN-Mönch)
Karana → Ursache; Grund; die unmanifestierte potentielle Ursache die, wenn die Zeit gekommen ist, als sichtbare Wirkung Gestalt annimmt, die materielle Ursache des Universums in dem Zustand, in dem es sich in der Phase der Auflösung befindet, d.h. kosmische Energie in einem potentiellen Zustand
Karanasharira → Kausalkörper (in dem sich das Individuum im gesunden, tiefen und traumlosen Schlaf befindet, wenn Intellekt, Geist und Sinne auf einen potentiellen nicht manifesten Zustand reduziert sind); die der Seele nächstgelegene Hülle, die Wonnehülle
Karma → Handlung; drei Arten: Sanchitta (alle angesammelten Handlungen aus allen früheren Geburten), Prarabdha (der Anteil aus diesem Karma, der im gegenwärtigen Leben ausgearbeitet werden soll) und Agami (Karma, das laufend vom Individuum geschaffen wird); das durch das Gesetz von Ursache und Wirkung arbeitende Karma bindet den Jiva, die individuelle Seele, an das Rad von Geburt und Tod
Karmaphala → Die Frucht des Handelns; die Folgen einer Handlung in Form von Freude oder Schmerz
Karuna → Barmherzigkeit; Mitgefühl; Güte
Kaya → Physischer Körper
Kei Ehrerbietung
Kendo Schwertkampf
Kevala → Alleine; einzig; unabhängig; das Absolute
Kei (ching) → Ehrerbietung
Kevala Asti → Bloßes reines Sein
Kinhin → Gehmeditation
Kirtan → Singen der Namen und Herrlichkeiten Gottes
Ko → Erfolg
Kosha → Hülle; Beutel; Schwertscheide; eine die Seele umgebende Hülle; es gibt fünf solche übereinander gelagerte konzentrische Hüllen oder Kammern, Wonnehülle, intellektuelle Hülle, Geisthülle, Hülle der Lebenskraft und Hülle des grobstofflichen Körpers
Ko-gei-go → Jacke zur Hakama
Kokoro ire Einbeziehung des Geist des Herzens (Sei mit dem Herzen bei dem, was du tust)
Kokoro wu tomuna → Den Geist nicht halt machen lassen
Kokora tomeru → Sehnen nach einer zeitlichen Bleibe
Koan → Sammlung von Reden, die an den Rand der geistigen Erfassung gehen und zur Erlangung des Satori dienen
Krishna → Inkarnation Vishnus
Krpa → Barmherzigkeit; Gnade, Segen
Kriya → Physische Handlung; spezielle Übungen im Hatha Yoga, wie Basti, Neti, Nauli
Kshanti → Der Geist der Geduld und Milde
Kshatradharma → Regeln für Leben und Verhalten der Kriegerkaste
Kufu → Mehr als bloßes Kopfdenken, den Bauch fragen; mit dem Bauch denken; mit dem Bauch sehen und hören; Streben, Ringen
Kumbhaka → Atem anhalten; Stillstehen des Atems

 

 

Kundalini → Die kosmische Urenergie im Individuum; liegt aufgerollt wie eine Schlange in dreieinhalb Windungen, wobei der Kopf nach unten zum Muladharachakra zeigt
Kutastha → Absolut ohne Veränderung; ohne Ausnahme in allen Geschöpfen, von Brahma, dem Schöpfer, bis hinunter zu Ameisen, strahlt als das Selbst und ist der Beobachter des Intellekts aller Geschöpfe; felsenfest; unveränderlich; ein anderer Name für Brahman
Kyo Tapferkeit, hehre Ziele, das Leben außerhalb der Regeln, um deren Geist zu erhalten
Kyudo Bogenschiessen

L

Lakshya → Ziel, Konzentrationspunkt
Lakshyartha → Übertragene Bedeutung (in der Darlegung des Tat-twam-asi Mahavakyas); das Lakshyartha von Tat ist Brahman, und das von Tvam ist Kutastha
Layachintana → Konzentration des Geistes mit der Absicht, ihn aufzulösen; die Methode der vedantischen Meditation, wo der Geist fortschreitend von grobstofflicheren zu subtileren Ebenen geführt wird, bis er sich im Nichtmanifesten, Para Brahman auflöst; es gibt z.B. Bhutalayachintana
Laya → Auflösung, Aufgehen
Lila → Spiel; Zeitvertreib; der Kosmos, der als göttliches Spiel gesehen wird
Linga → Kennzeichen; Geschlecht; Zeichen; Symbol
Loka → Welt der Namen und Formen
Lokasangraha → Solidarität mit der Welt; Erheben der Welt

M

Madhura → Die Haltung des Gläubigen, die das Gefühl ausdrückt, das zwischen Liebenden besteht; der Gläubige sieht Gott als seinen Geliebten
Maharishi → Großer Weiser
Mahatma → Große Seele; Heiliger; Weiser
Mahavakya → (wörtl.) Großer Satz. Aussagen aus den Upanishaden, vier an der Zahl, die die höchsten vedantischen Wahrheiten ausdrücken, die Identität zwischen individueller Seele und höchster Seele. Sie sind:
1.Prajnanam Brahma (Bewusstsein ist Brahman) – in der Aitareya Upanishad des Rg Veda;2. Aham Brahmasmi (Ich bin Brahman) – in der Brhadaranyaka Upanishad des Yajur Veda;3. Tat Twam Asi (Das bist du) – in der Chhandogya Upanishad des Sama Veda.4. Ayam Atma Brahma (Dieses Selbst ist Brahman) – in der Mandukya Upanishad des Atharva Veda
Makara → Die mystische Silbe „m“, der dritte Buchstabe, der OM, das Pranava Nada, abschliesst
Makoto → Aufrichtigkeit
Mala → Unreinheit des Geistes; einer der drei Mängel des Geistes
Mala → Rosenkranz; Perlen, die dazu verwendet werden, um das gemachte Japa zuzählen
Malavasanarahita → Frei von Unreinheiten und subtilen Wünschen
Mamata → Gefühl von „Mein“
Manana → Ständiges Denken; Reflektieren; Meditation über die ewigen Wahrheiten; der zweite der drei Schritte auf dem Weg der Erkenntnis
Manahkalpitajagat → Die von Geist oder Einbildung geschaffene Welt
Manas → Geist; Denkfähigkeit
Manolaya → Involution und Auflösung des Geistes in seiner Ursache
Manomantrajagat → Die Welt ist nichts anderes als der Geist; die Welt wird nur vom Geist allein geschaffen
Manonasa → Zerstörung des Geistes
Manasapuja → Geistige Verehrung; eine Art ritueller Gottesdienst, bei welchem der Gläubige geistig den gesamten Vorgang der Verehrung durchgehen muss
Manomaya Kosha → Die Geisthüllen des Selbst
Mantra → Heilige Silbe oder heiliges Wort oder Aufeinanderfolge von Worten, durch deren Wiederholung und die Reflexion darüber Vollkommenheit und Selbstverwirklichung erlangt wird
Marga → Pfad, Weg
Matra → Einheit, alle Elemente
Matri → Mutter
Mauna → Stille
Maya → Die täuschende Kraft Brahmans; die verschleiernde und projizierende Kraft im Universum
Meridian(e) → Siehe Nadi(s)
Misai no ichinen → Subtile Spur vom Denken
Mita → Gemäßigt
Mithya → Falsch; irreal; Illusion
Mityadristi → Die Sicht, wie die Welt unwirklich ist
Mochana → Befreiend
Moha → Verblendung; durch falsches Denken verursachte Täuschung; falsche Identifikation und getäuschte Verhaftung
Moksha → Isolation; letztendliche Glückseligkeit; Befreiung
Moshin → Verblendeter Geist
Mudra → Symbole, die beim Gottesdienst mit den Händen gemacht werden
Muga → Ichlosigkeit, Nicht-Ich
Mujushin-ken → Das Schwert des nichtverweilenden Geistes
Mukei Traum-Schlafgemach
Mukti → Siehe Moksha
Muladhara → Das unterste der sechs yogischen Zentren im Körper
Mumukshutva → Intensive Sehnsucht nach Befreiung
Muni → Weiser; Asket; jemand, der das Schweigegelübde hält
Murti → Götterbild
Musha-shugyo → Kriegerschulung (der Schwertfechter)
Mushin → Nicht-Geist
Mushin no shin → Der Geist, der seiner Selbst bewusst ist
Muso → Nicht-Reflexion
Munen → Nicht-Denken
Mushin no shin → Der Geist, der seiner Selbst nicht bewusst ist, der Geist des Nicht-Geistes
Myo (Miao) → Etwas, dass das analytische Verstehen übersteigt, den Verstandeskräften trotzt, ein Handeln ohne Wirken, das unmittelbar vom Grund unseres Sein aufsteigt (Intuition)

N

Nada → Mystischer Klang (des Ewigen); der Urklang, die erste Schwingung, aus der die ganze Schöpfung hervorging; die erste Manifestation des nicht-manifesten Absoluten; Omkara, Shabda Brahman; auch der mystische innere Klang, Anahata, auf den sich der Yogi konzentriert
Nadanusandana → Fragen oder Forschen über Anahata Klänge
Nadi → Nerv; Kanal; psychischer Strom
Nama → Name
Namasmarana → Denken an den Herrn durch Wiederholen seines Namens
Narayana → Eigenname Gottes; die etymologische Bedeutung des Begriffs ist ein Wesen, das alle Dinge trägt, das von ihnen erreicht wird, und das ihnen hilft, das zu tun; wenn das zusammengesetzte Wort Nara plus Ayana als Bahuvrihi Zusammensetzung verstanden wird, bedeutet das Wort, einer, der alles erfüllt; der auf Wasser schläft
Nauli → Übung, bei der die Bauchregion mit Drehbewegungen der Rektalmuskel bewegt wird
Navavidhabhakti → Neun Arten der Hingabe, nämlich das Hören seiner Namen und Herrlichkeiten, sie Singen, Denken an den Herrn, Gottesdienst (Dienen) zu seinen Füßen, Verehrung mit Blumen, Verbeugungen, sich selbst als seinen Diener betrachten, als seinen Freund und vollständige Selbsthingabe
Neti → Hatha Yoga Kriya zur Reinigung der Nasenlöcher, durch Einführen eines Fadens in die Nasenlöcher; eine der sechs Kriyas, vorbereitende Reinigungsübungen im Hatha Yoga
Netsuke → Knöpfe an der Ko-gei-go (Jacke)
Neti-neti → „Nicht dies: nicht dies“; der analytische Vorgang des allmählichen Verneinens aller Namen und Formen, um zur ewigen zugrundeliegenden Wahrheit zu gelangen
Nididhyasana → Tiefe Meditation; dritter Schritt im vedantischen Sadhana nach ›Hören‹ und Überlegen
Nimitta → Ursache; Werkzeug
Nirakara → Formlos
Niravayava → Ohne Glieder oder Teile
Nirbhaya → Furchtlos
Nirguna → Ohne Eigenschaften
Nirlipta → Unverhaftet
Nirodha → Einschränkung; Unterdrückung; Zerstörung
Nirvana → Befreiung; letztendliche Freiheit
Nirvikalpa → Ohne geistige Erscheinungsformen
Nishkama → Ohne Wunsch
Nishkriya → Handlungslos; bewegungslos
Nishtha → Beständigkeit; Verankert sein in einem Zustand
Niyama → Der zweite Schritt im Raja Yoga; innere und äußere Reinheit, Zufriedenheit, Askese, Studium und Gottesdienst bilden Niyama; Gebot

 

 

Niyama(s) →

 

1. shaucha

2. santosha

3. tapas

4. svadhyay

5. ishvara Pranidhana

Prinzipien der Persönlichkeitsentwicklung/yogischen Lebensführung

1. Sauberkeit und Reinheit

2. Zufriedenheit

3. Selbstdisziplin

4. Selbsterforschung

5. Hingabe an den göttlichen Willen

Nuke → Vorbeigehen, Durchgehen ohne Verletzung, nicht treffen
Nusai (go-he) → Ein aus Papier ausgeschnittenes Gebilde, das als symbolische Opfergabe den Shintogöttern dargebracht wird
Nyaya → Logik; eine der sechs indischen Philosophieschulen
Nyo zai (das Gefühl) als ob man noch hier sei

O

Ojas → Kraft; spirituelle Energie; Vitalität; die spirituelle Kraft, die durch die Schöpfungskraft von Enthaltsamkeit und Yoga Sadhana entwickelt wird
Omawanu → Nicht denken, den Geistvöllig leer halten
Om → Das Pranava, die heilige Silbe, die als Symbol für Brahman steht
Omkara → Dasselbe wie Om.
Omou → Denken, Gedenken, sich sehnen, Lieben
Osho → Meister, Lehrer (des Schwertes)

P

Pada → Fuß, ein Viertel
Padarthabhavana → Erkenntnis der Wahrheit; die sechste der Jnana Bhumikas, Schritte in der Erkenntnis, wo der Jnani die innere Essenz von Dingen wahrnimmt und nicht die äußere physische Form
Padma → Lotus-Chakra; Name für ein Geflecht
Padmasan → Lotusstellung; eine Meditationsstellung
Pancha → Fünf
Panchagnividya → Wissenschaft von den fünf Feuern; esoterische Erklärung der fünf Opfervorgänge
Panchikarana → Verfünffachung; gemäß der Lehre der Vedanta ein spezieller Vorgang, durch welchen sich die fünf Elementarbestandteile des Universums miteinander verbinden, um grobstofflichere Verbindungen zu formen, die die Einheiten in der Zusammensetzung des physischen Universums ausmachen
Pandita → Ein gebildeter Mensch, ein Gelehrter; ein Mensch mit Weisheit
Para → Erhaben; das Höchste; das Andere; der Feind
Paramadhama → Höchster Ort; Brahman; Moksha
Paramatma → Das Höchste Selbst
Paripurna → In aller Fülle; in sich selbst enthalten
Parvati → Inkarnation der göttlichen Mutter; Gemahlin Sivas
Pashupati → Herr der individuellen Seelen (die Pasus, das Vieh); ein Name von Gott Siva
Pingala → Ein Nadi oder psychischer Nervenstrom, der im rechten Nasenloch endet
Prabho → Herr
Prajna → Bewusstsein, gemäß der Vedanta Philosophie: eine Bezeichnung des Individuums im kausalem Zustand (wie in festem Schlaf); die höchste Realität erscheint als solche durch den Schleier eines individuellen Kausalkörpers
Prajna-paramita → Essenz der buddhistischen Philosophie
Prajnanaghana → Fülle von Bewusstsein; Brahman
Prakriti → Kausale Materie; Shakti; Name der Sankhyas für Pradhana
Pramana → Beweis; Autorität (des Wissens)
Prameya → Beweisobjekt (Brahman, die absolute Wirklichkeit); Subjekt der Fragestellung; Objekt richtiger Erkenntnis; gemessenes oder bekanntes Objekt
Prana → Lebensenergie; Lebensatmen; Lebenskraft
Pranava → Die heilige Silbe „OM“
Pranayama → Regulieren und Einschränken des Atems; das vierte Glied im Ashtanga Yoga
Prarabdha → Der Teil des Sanchitta Karma, der das gegenwärtige Leben bedingt
Prastanatraya → Die drei maßgeblichen Eckpfeiler der spirituellen Literatur, Upanishaden, Brahma Sutras und Bhagavad Gita, auf denen die gesamte Vedanta Philosophie basiert
Pratika → Ein Bild oder Symbol Gottes für Verehrung und spirituelle Kontemplation
Pratipaksha → Entgegengesetzt; feindlich
Pratyabhijna → Wissen; Erkenntnis, sich wiederbelebendes Bewusstsein; Erinnerung
Pratyahara → Abziehen oder Wegnehmen der Sinne von ihren Objekten, das fünfte Glied im Ashtanga Yoga von Patanjali
Pravaha → Flut
Prema → Göttliche Liebe (zum Herrn)
Prithivi → Das Element Erde mit den Charakteristika Dichte und Geruch
Priya → Wonne; Freude, die daherkommt, wie man etwas Geliebtes sieht
Puja → Gottesdienst; Verehrung
Purascharana → Eine Disziplin, die darin besteht, ein Mantra bewusst hunderttausendmal öfter zu wiederholen als es Silben (Buchstaben) hat. Das geschieht unter Einhaltung sehr strikter Regeln hinsichtlich Ernährung, Anzahl des Japa, das täglich gemacht werden muss, Sitz
Purna → Voll; komplett; unendlich; absolut; Brahman
Purnima → Vollmond
Purusha → Das höchste Wesen; das Wesen im Herzen aller Menschen; wird als Begriff für den Herrn verwendet; die Beschreibung bezieht sich auf das Selbst, das sich im Herzen aller Wesen befindet; um Bhagavan, den Herrn, von Jivatman zu unterschieden, wird er als Parama (höchster) Purusha bezeichnet oder Purushottama (bester Purusha) genannt
Purusharta → Menschliches Bemühen, individuelle Anstrengung, Dharma, Artha, Kama und Moksha, Ideal des Menschen

R

Raga-Dvesha → Anziehung und Abstoßung; Zu- und Abneigung; Liebe und Hass
Raga-Ragini → Melodische Strukturen in der Musik
Raja → König
Rajayoga → Ein Yogasystem; der königliche Yoga der Meditation; das Yogasystem, das im Allgemeinen als das von Patanjali
Maharishi dargelegte betrachtet wird, d.h. der Ashtanga Yoga
Rajas → Einer der drei Aspekte oder konstituierenden Bestandteile der kosmischen Energie; das dynamische Prinzip in der Natur, dass alle Veränderungen bewirkt; dadurch kommt es zum Auftauchen der relativen Wahrnehmbarkeit des Absoluten als Universum; diese Eigenschaft lässt Leidenschaft und Ruhelosigkeit entstehen
Rajasuya → Ein Opfer, das ein Monarch ausführt als Zeichen seiner Herrschaft über andere Könige
Rasa → Essenz (der Freude); Wasser; Quecksilber; Geschmack; süßes Gefühl; Saft von Speisen; Brahman
Ratipriti → Intensive Verhaftung und Liebe; Freude durch körperliche Liebe
Rechaka → Ausatmung
Rei → Schicklichkeit
Ri (li) → Ein bestimmtes Objekt oder Ereignis
Rishi → Weiser; Seher der Wahrheit
Rirambaraprajna → Bewusstsein; voll der Wahrheit (gemäß dem Raja Yoga von Patanjali)
Ronin Herrenloser Samurai
Ruchi → Geschmack; Gefallen; Mögen; Wunsch
Rupa → Erscheinung; Form; Anblick; Vision
Ryo bo Überwinde die Dualität, wörtlich: vergiss beide im Herzen
Ryochi → Wahre Erkenntnis

S

Sabi-Shiori → Der sogenannte Geist des „Allein“
Sabda → Klang; Wort; Veden: Omkara
Sabdapramana → Beweis durch die Schriften
Sadachara → Rechtes Verhalten
Sadhaka → (spirituell) Suchender; jemand, der Anstrengungen unternimmt, um etwas zu erreichen
Sadhana → Anstrengung; Werkzeug; Gerät; spirituelle Praxis
Sadhanachatustaya → Die vier Arten spirituellen Bemühens, Unterscheidung, Verhaftungslosigkeit, sechsfache Tugenden, Wunsch nach Befreiung
Sadhimandala → Ort der Erleuchtung
Sadhu → Frommer und rechtschaffener Mensch; ein Sannyasin
Saguna → Mit Eigenschaften
Sahasrara → Ein Bereich am Scheitel in Form eines tausendblättrigen Lotus, wo sich die Kundalini Shakti mit Gott Shiva vereint
Sajatiyabheda Unterschied, durch den sich ein Individuum einer Spezies von einem anderen unterscheidet, z.B. der Unterschied zwischen zwei Menschen
Sakama → Mit Erwartung von Früchten
Sakara → Mit Form (im Gegensatz zu Nirakara)
Sakhya → Die Haltung des Verehrenden, die eine Freundschaftsbeziehung mit Gott ausdrückt; Beispiele dafür sind Arjuna,
Uddhava oder die Kuhhirten von Brindavana
Sakti → Kraft; Energie; Macht; die Göttliche Kraft des Werdens; der wahrnehmbare dynamische Aspekt des ewigen Wesens; die Absolute Kraft oder kosmische Energie

 

 

Sakshatkara → Direkte Verwirklichung; Erfahrung des Absoluten; Brahmajnana
Sakshi → Beobachtendes Prinzip; Seher; Kutastha, der passiv die Handlungen von Körpern und Sinnen beobachtet; Zeuge
Samabahvana → Gefühl der Gleichheit
Samadhana → Gleichmäßiges Festigen; richtige Konzentration
Samadhi → Zustand des Überbewusstseins, wo es zur Erfahrung des Absoluten kommt, in Verbindung mit Allwissenheit und Freude; Einssein; hier identifiziert sich der Geist mit dem Objekt der Meditation; der Meditierende und das Objekt der Meditation werden eins, der Denkende und das, woran er denkt, werden eins in einem vollkommenen Aufgehen des Geistes
Samanya → Allgemein; gewöhnlich; von herkömmlicher Natur und mit üblichen Charakteristik
Sampat → Vollendung; Reichtum; Tugend
Sampatti → Wie Sampat
Samsara → Gegenbegriff zu Nirvana, Geburt-und-Tod
Samyama → Vollkommenes Stillstehen; ein höchst vollendeter Zustand von Ausgewogenheit und Ruhe, Konzentration, Meditation und Samadhi
Satya → Wahrheit; Brahman, das Absolute
Shama → Stille; Kontrolle des Geistes; Stille im Geist; der Geist wird im Herzen festgehalten und es wird ihm nicht gestattet, nach außen zu gehen; das fortwährende Ausrotten aller Tendenzen im Geist, entsprechend Aparoksha Anubhuti von Sankara Samasaya Bhavana: Gefühl von Zweifel oder Argwohn
Sampat → Vollkommenheit; Reichtum; Tugend
Samsara → Leben durch wiederholte Geburten und Tode; der Prozess des weltlichen Lebens
Samskara → Eindruck; zeremonielle Reinigung; vorgeburtliche Tendenz
Sangraha → Ansammlung
Sankalpa → Gedanke; Wunsch; Vorstellung
Sankhya → Das philosophische System Kapilas
Sannyasin → Mönch; ein Mensch, der sich zu einem Leben vollständiger Entsagung entschlossen hat; ein Mensch, der dem vierten und höchsten Lebensabschnitt, Sannyasa, angehört
Santosha → Zufriedenheit; Freude, Glück
Sarana → Zuflucht

 

 

Sarvangasana → Gesamtkörperliche Stellung des Hathayogis; hat Einfluss auf die Schilddrüse und dadurch auf den gesamten Körper und seine Funktionen
Sarvatmakatva → Universalität; der Zustand, die Seele von allem zu sein
Satori → Tiefe Erfahrung des eigenen Wesens, zu der man nur durch Einsicht in die tiefste Tiefe des eigenen Geistes gelangt
Shanta → Friedvoll; ruhig; still
Shastra → Schrift; Aussage von größter Autorität
Shunyata → Die Leere von Leerheit, Zustand der Leerheit
Sat → Sein; Wesen; Wirklichkeit; Wahrheit
Satchidananda → Absolutes Sein, absolutes Wissen, absolute Wonne
Satkarma → Reinigungsvorgang im Hatha Yoga: Neti, Dhauti, Nauli, Basti, Kapalabhati und Tratak
Satsampat → Sechsfacher Reichtum, nämlich Sama, Dama, Uparati,
Titiksha, Sraddha und Samadhana
Satsanga → Gemeinschaft mit Weisen (dem Guten)
Satva → Licht, Reinheit, Wirklichkeit
Satvapatti → Vierter Schritt von Jnana, wo Satva, Reinheit und Licht, überwiegt
Satya → Wahrheit; Brahman, das Absolute
Saucha → (Innere und äußere) Reinheit; Reinlichkeit, eines der fünf Niyamas im Raja Yoga
Savichara → Mit Nachdenken und Überlegen oder Analyse
Seiza → Sitzhaltung beim Zazen
Sensei Lehrer; wörtlich: im Leben voraus; jemand der vorangegangen ist
Sesshin → Zeit im Zazen
Seva → Dienst
Shaiva → Jemand, der Gott Siva als den höchsten Herrn sieht; zu Gott Siva gehörig
Shakti → Kraft; Energie; Macht; die göttliche Kraft des Werdens; der scheinbare dynamische Aspekt des ewigen Wesens; die absolute Kraft oder kosmische Energie
Shirsasana → Umkehrstellung; König der Asanas; Kopfstand der Hatha Yogis
Shin-sai → Das Fasten des Herzen (Geistes)
Shimmyo-ken → „Schwert des Geheimnisses“ als Ausdruck für den wahren oder absoluten Geist
Shruti → Die Veden; die offenbarten Schriften der Hindus; das Gehörte; Ohr
Sho → Das Rechte und Wahre der ZEN-Lehre
Shon → Feng Shui Element Feuer
Siddha → Verwirklicht; vollendet; ein vollendeter Yogi
Siddhanta → Aufgestellter Lehrsatz, Doktrin
Siddhasana → Meditationsstellung
Siddhi → Vollkommenheit; psychische Kraft
Sloka → Vers zum Lobpreis; ein normalerweise aus 32 Zeichen bestehender Vers
Smarana → Denken, Erinnern
Smriti → Erinnerung; Gesetzeskode
Spandana → Schwingung
Sraddha → Glauben
Sravana → Hören der Srutis oder Schriften; Ohr
Sthulasharira → Grobstofflicher Körper; physischer Körper
Subheccha → Guter Wunsch; das richtige Streben, Samsara zu überqueren; die erste Jnana Bhumika, Schritt zur Erkenntnis
Suddha → Rein; klar; makellos
Sukha → Freude, Glück, Vergnügen
Suki → Der Raum zwischen zwei Dingen, in den etwas anderes eindringen kann. Ein psychologischer oder mentales Suki wurde durch das Lösen einer Spannung geschaffen; Nachlassen
Suki-happo biraki → Offen nach allen Seiten (sein)
Sukshma → Fein; subtil; unsichtbar; einem feinstofflicheren als dem physischen Seinsbereich zugehörig
Surya → Sonne
Sushumna → Der wichtige Nervenstrom, der durch die Wirbelsäule geht, vom Muladhara zum Sahasrara, dem tausendblättrigen Lotus, durch den die Kundalini durch Yogatechniken zum Aufsteigen gebracht werden soll
Susupti → Traumloser Tiefschlaf
Sutete sutenu kokoro → Geist, der preisgegeben und nicht preisgegeben ist
Sutra → Faden; Schnur; ein Aphorismus mit möglichst wenigen Worten und möglichst viel Sinn, Satz mit sehr dichter Aussage
Svabhava → Die eigene Natur oder Entwicklungsfähigkeit
Svadhyaya → Studium religiöser Schriften, im speziellen der Veden
Svaha → Opfergabe oder Opfer an die Götter; ein Ausruf, der verwendet wird, wenn man den Göttern opfert
Svapna → Traum; Illusion
Svara → Klang, Betonung, Ton
Svargaloka → Himmelswelt; der himmlische Bereich
Svarupa → Essenz; eigentliche Natur; das eigentliche Wesen Brahmans; Wirklichkeit; Satchidananda: die wahre Natur des Seins
Svarupalakshana → Definition hinsichtlich der eigentlichen Natur Brahmans
Sadchidananda → Absolutes Sein – Absolutes Wissen – Absolute Wonne
Svayambhu → Aus sich selbst existent; selbstgeschaffen; selbstgeboren

T

Taijasa → Ein Name, der in der Vedanta Philosophie für ein Individuum im subtilen Zustand (wie im Traum) verwendet wird, wenn die höchste Realität vom subtilen Körper eines Individuums umhüllt und gefärbt ist
Taikyoku (tai-Chi) → Die große Grenze im Sinne von Rückkehr zur Unschuld des ursprünglichen Menschen
Tamas → Unwissenheit; Trägheit; Dunkelheit; Vergänglichkeit
Tandra → Schläfrigkeit; Zustand des Halbschlafes; Hindernis in der Meditation
Tanmatra → Atom; Basiselement in undifferenziertem Zustand vor
Panchikarana, der Verfünffachung
Tanteki → Unmissverständlichkeit
Tantra → Ein Buch über oder ein bestimmter Sadhana Pfad, der besondere Betonung legt auf ein Mantra oder andere esoterische Upasanas
Tanumanasi → Fadengleicher Zustand des Geistes
Tao → Die Wahrheit
Tapas → Reinigende Handlung; asketische Selbstverleugnung; Askese, Bußübung, Selbstzucht
Tapasvin → Asket; ein Mensch, der Tapas praktiziert
Tarpana → Wasseropfer, um die Manen günstig zu stimmen
Tatasthalakshana → Direkte Vorstellung davon, was ein Ding ist; in der Vedanta eine unbeabsichtigte Definition von Brahman, gegeben durch die Definition, dass Brahman die Ursache von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung des Universums ist
Tatami → Reismatten zur Meditation
Tattva → Realität; Element; Wahrheit; Essenz; Prinzip
Tei → Förderung
Tenugui → Eine Art Schweißtuch
Tejas → Glanz (im besonderen spiritueller); das Element Feuer; Agni: Hitze
Titiksha → Gleichmütiges Ertragen der Wechselfälle, Hitze und Kälte, Freude und Schmerz oder respektvolle und respektlose Behandlung; Duldungskraft
Toku Tugend, unbelohnte gute Tat
Tomaru → Anhalten oder Verweilen des Geistes
Trataka → Festes Starren; der Vorgang, den Blick auf einen kleinen Fleck, Punkt, etc. zu heften. Im Hatha Yoga starrt der Yogi ohne Zwinkern auf etwas Winziges, bis Tränen aus seinen Augen strömen; dadurch wird der himmlische Blick erlangt
Trikuta → Punkt zwischen den Augenbrauen
Triputa → Die Dreiheit (Seher; Sehen; Gesehenes)
Trishna → Dürsten (nach Objekten); inneres Sehnen (nach Sinnesobjekten)
Turiya → Überbewusster Zustand; das numinale Selbst der Geschöpfe, das über jede Bedingtheit und jeden Zustand hinausgeht; Einssein
Tschauen → Feng Shui Element Wasser
Tschien → Feng Shui Element Holz
Tusnimbhutavastha → Ein Geisteszustand, in dem weder Zu- noch Abneigung herrscht; der Zustand des Stillseins
Tyaga → Verzicht (auf Ichdenken, Vasanas und Welt)

U

Uchi → Niederstechen
Uddiyana → Eine Hatha Yoga Kriya; eine Yogaübung, um das Zwerchfell zu heben; beginnt mit einer vollständigen Ausatmung, dann werden die Bauchmuskeln vollkommen entspannt und unter die Rippen gezogen
Udaravritti → Großzügiges Wesen; erweiterter Zustand der Psychose
Unsui Wandermönch; wörtlich: Wolke und Wasser
Upadesha → Anweisung; Lehrsatz
Upadhi → Etwas Überlagertes, ein Attribut, das die Sicht der Substanz darunter verschleiert und färbt; begrenzendes Attribut; Werkzeug; Vehikel; Körper; ein Begriff, der in der Vedanta Philosophie für jede Überlagerung verwendet wird, die die Sicht des Absoluten einschränkt und Es als das Relative erscheinen lässt; die Upadhi von Jiva ist Avidya; die Upadhi von Ishvara ist Maya
Upanishad → Der Teil der Veden, der sich mit Erkenntnis auseinandersetzt; Texte über die letztendliche Wahrheit und deren Verwirklichung; es gibt 108 Upanishaden, von denen 10 von besonderer Bedeutung sind

 

 

Uparati → Überdruss am Vergnügen durch Sinnesobjekte; Ekel; Einstellen religiöser Zeremonien infolge von Entsagung; absolute Ruhe; Stille; Entsagung
Upasaka → Jemand, der Upasana praktiziert; ein Verehrender
Upasana → Nahe sitzen; Verehrung oder Kontemplation über Gott oder eine Gottheit, frommem Meditation
Upaya → Mittel, Vorrichtung
Utsuru → Von einem Ding zum anderen treiben; die Aufmerksamkeit von einem Gegenstand fesseln lassen, so dass sie ihm überlegen wird und bleibt

V

Vachyartha → Wörtliche Bedeutung
Vaikunta → Der Ort Gott Vishnus; die höchste Welt, in der Gott Vishnu regiert, bestimmt für Menschen mit letztendlicher Befreiung
Vairagya → Gleichgültigkeit und Abscheu allen Dingen und Vergnügungen der Welt gegenüber; Leidenschaftslosigkeit
Vaishnava → Verehrer von Gott Vishnu, dem Erhalter, von dem Krishna eine Inkarnation ist; eine Hindu Sekte, die Gott Vishnu verehrt; ein Mitglied dieser Sekte; Shaivas sind Verehrer von Gott Shiva, dem Zerstörer, während Shaktas Verehrer von Shakti, Energie, sind der Gemahlin von Shiva; die Verehrer von Gott Krishna findet man in der Hauptsache in
Brindavan in Mathas
Vaisnavi → Die Shakti oder göttliche Kraft Vishnus
Vaishvanara → Feuergott; Verdauungsfeuer; gastrisches Feuer; die Summe aller geschaffenen Wesen; Brahma in Form des Universums; Virat Purusha
Vak → Sprache
Varnashrama → Bezieht sich auf die vier Hauptgruppen und die vier Lebensabschnitte im Leben des Hindu; die Gesetze von Kaste und Lebensabschnitt
Vasana → Subtiler Wunsch; eine Tendenz, die sich in einem Menschen durch das Ausführen einer Handlung oder durch eine Erfahrung entwickelt; er wird veranlasst, die Handlung zu wiederholen oder die Wiederholung der Erfahrung zu suchen; der subtile Eindruck im Geist, der fähig ist, sich zur Handlung zu entwickeln; er ist die Ursache für Geburt und Erfahrung im Allgemeinen; der Eindruck von Handlungen, der unbewusst im Geist zurückbleibt
Vatsalya → Die Haltung des Gläubigen, die eine Elternbeziehung zu Gott ausdrückt und ihn als Kind ansieht
Vayu → Der Windgott; Luft; Lebensatem; Prana
Vedanta → Das Ende der Veden; die Upanishaden; die Schule des Hindugedankengutes (hauptsächlich basierend auf den
Upanishaden), die entweder die Lehre des reinen Non-Dualismus oder des bedingten Non-Dualismus vertritt; (der Originaltext dieser Lehre ist Vedantadarsana, Uttaramimamsa oder die Brahmasutras, zusammengefasst vom Weisen Vyasa.)
Vedantin → Ein Mensch, der vedantisches Sadhana übt
Veden → Die höchste Autorität für die Arya Indiens; es wird angenommen, dass sie niemals von irgendjemandem geschrieben wurden und daher von Unvollkommenheiten, denen menschliche Erzeugnisse unterliegen, frei sind. Wenn sie in Vergessenheit geraten, werden sie von Rishis durch Meditation wiederhergestellt. Da die Klänge, die die Veden ausmachen, in derselben Reihenfolge auftreten und auf dieselbe Weise ausgesprochen werden, werden sie für ewig gehalten; sie lehren, was und wer Brahman ist, und wie Er verehrt werden muss. Smrtis, Itihasas und Puranas führen ihre Lehren nur näher aus. Sie sind die älteste authentische Schrift der Hindus
Vibhu → Alldurchdringend, groß
Vichara → Fragen nach dem Wesen des Selbst, Brahmans, der Wahrheit; stets präsente Überlegung über das Warum und Weshalb von Dingen; Fragen nach der wahren Bedeutung des Mahavakya Tat-Twam-Asi, Unterscheidung zwischen dem Realen und dem Nichtrealen; Fragen nach dem Selbst.
Vidya → Erkenntnis (Brahmans); es gibt zwei Arten von Erkenntnis, Paravidya und Aparavidya; ein Vorgang von Meditation oder Gottesdienst
Vijnana → Prinzip reiner Intelligenz; weltliches Wissen; Selbsterkenntnis
Vikalpa → Vorstellung; Schwanken des Geistes
Vikshepa → Das Herumgeworfen werden des Geistes, das der Konzentration entgegensteht
Vijnanamaya Kosha → Eine der Hüllen der Seele, die aus dem Prinzip Intellekt, Buddhi, besteht
Viparita → Gegenteilig; verdreht
Viraha → Brennende Qual durch die Trennung vom Herrn
Virakti → Dasselbe wie Vairagya
Virat → Makrokosmos; die physische Welt, die wir sehen; der Herr in seiner Gestalt als manifestiertes Universum
Virya → Samenenergie, Kraft, Stärke
Vishesa → Speziell; unterscheidende Eigenschaft
Vishnu → Der höchste Gott, der sich in Krishna inkarniert hat
Vishva → Kosmos; ein Name für den Jiva im erwachten Zustand
Viveka → Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem Nichtwirklichen, zwischen Selbst und Nichtselbst, zwischen Beständigem und Nichtbeständigem; richtige intuitive Unterscheidung; stets vorhandene Unterscheidung zwischen dem Vergänglichen und dem Beständigen
Vivekin → Mensch mit Unterscheidung
Vrata → Der Entschluss, ein spezielles Gelübde mit strengen Regeln hinsichtlich Essen, Schlafen, Baden u.ä. zu halten
Vritti → Gedankenwelle; Erscheinungsform im Geist; Strudel im Geist
Vyapaka → Alldurchdringend
Vyavahara → Aktivität in der Welt; relative Aktivität im Gegensatz zum absoluten Sein; die Welt des Wahrnehmbaren; Beziehung zur Welt
Vyavaharika → Praktisch, mit dem Wahrnehmbaren beschäftigt, empirisch, in Beziehung zu etwas
Vyadhi → Krankheit des Körpers

W

Waka → Epigramme in Versform

Y

Yajna → Ein Opfer
Yama → Der Gott des Todes und der Gewahrer von Gerechtigkeit; das erste Glied im Raja Yoga; Einschränkung
Yama(s) →

 

1. ahimsa

2. satya

3. brahmacharya

4. asteya

5. aparigraha

Prinzipien des persönlichen und sozialen yogischen Verhaltens

1. Nicht verletzten

2. Wahrhaftig sein und nicht lügen

3. Sexualität nicht missbrauchen

4. Nicht stehlen

5. Nicht besitzergreifend sein

Yang → Das Männliche
Yin → Das Weibliche

 

 

Yoga → Vereinigung; abstrakte Meditation oder Vereinigung mit dem höchsten Wesen; Name der Philosophie des Weisen Patanjali, die den Vorgang der Vereinigung des Individuums mit der universellen Seele lehrt; Einssein mit Gott; jegliches Bemühen, das auf diese Vereinigung gerichtet ist; unerschütterlicher Geisteszustand unter allen äußeren Umständen; Vereinigung; Unterjochen
Yogabhrasta → Rin Mensch, der vom hohen Zustand des Yoga gefallen ist
Yogadanda → Etwa 60cm langer Holzstab, mit einem U-förmigen Ende, der zur Regulierung des Atems verwendet werden
Yogarudha → Ein im Yoga Verankerter.
Yogavasistha → Äußerst umfassendes Werk über Vedanta
Yogi → Praktizierender des Yoga; strebt ernsthaft nach dem Einssein mit Gott; Suchender jeglicher spirituellen Disziplin; im speziellen Praktizierender des Raja Yoga; spirituell fortgeschrittener Mensch, dessen Geist unter allen Bedingungen ruhig ist; ein Siddha
Yu (Yung) → Bewegen, Wirken

Z

Zafu → Sitzkissen zum Meditieren in Zazen (Seiza-Sitzhaltung)
Zendo → Meditationshalle
ZEN → Meditation; Versunkenheit

 

Das schöpferische Prinzip

gen (yüan) Das Erhabene
ko (heng) Erfolg
ri (li) Förderung
tei (chen) Beharrlichkeit

Kardinalstugenden

jin (jen) Liebe
gi (i) Gerechtigkeit
rei (li) Schicklichkeit
chi (chih) Weisheit


Praxis (13 Grundasanas)

Salamba Sirsasana Kopfstand (Königs-Asana)
Salamba Sarvangasana Schulterstand (Königinnen-Asana)
Halasana Pflug
Matsyasana Fisch
Pashimotthanasana Vorwärtsbeuge (sitzend)
Bhujangasana Kobra
Shalabhasana Heuschrecke
Dhanurasana Bogen
Matsyendrasana Drehung der Weisen (Drehsitz)
Kakasana (Bakasana) Krähe (Kranich)
Pada Hastasana Vorwärtsbeuge (stehend)
Trikonasana Dreieck
Savasana Leichenposition

 

Die Zählweisen

deutsch sanskrit Surya Namaskar A Surya Namaskar B
Asana Asana
Samasthiti Samasthiti
1 Ekam Urdhva Hastasana Utkatasana
2 Dve Uttanasana Uttanasana
3 Trini Ardha Uttanasana Ardha Uttanasana
4 Catvari Chaturanga Dandasana Chaturanga Dandasana
5 Panca Urdhva Mukha Svanasana Urdhva Mukha Svanasana
6 Sat Adho Mukha Svanasana Adho Mukha Svanasana
7 Sapta Ardha Uttanasana Virabhadasana R
8 Ashtau Uttanasana Chaturanga Dandasana
9 Nava Urdhva Hastasana Urdhva Mukha Svanasana
 

10

Samasthiti
Dasa Adho Mukha Svanasana
11 Ekadasa Virabhadasana L
12 Dvadasa Chaturanga Dandasana
13 Trayodasa Urdhva Mukha Svanasana
14 Caturdasa Adho Mukha Svanasana
15 Pancadasa Ardha Uttanasana
16 Sodasa Uttanasana
17 Saptadasa Utkatasana
18 Samasthiti

 

Literaturverzeichnis

Mit freundlicher Genehmigung von http://yogalehrerausbildung-hamburg.de/

Lesenswerte Bücher, die dich in und über deine Yogapraxis hinaus weiterentwickeln könnten:

 

Titel Autor
Ashtanga Yoga für Einsteiger Terra Fraser
Ashtanga Yoga Practice Manual David Swenson
Authentisches ZEN Meister Hakuin
Autobiographie eines Yogis Paramahansa Yogananda
Ayurveda Heilbuch Vasant Lad
Ayurveda A life of Balance Maya Tiwari
Ayurveda Ernährung Kerstin Rosenberg
Ayurveda Heilungsbuch David Frawley
Bhagavad gita, wie sie wirklich ist A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada
Chakras und Kundalini Paramahansa Swami Maheshwarananda
Das Kundalini Yoga Handbuch Satya Singh
ZEN und die Kunst zu siegen… D.T. Suzuki
Die Girlande aus 108 Edelsteinen Narayana Kasturi
Die große Befreiung D.T. Suzuki
Die metamorphische Methode Gaston St. Pierre/Debbie Shapiro
Die Upanischaden Paul Thieme
Einsicht durch Meditation Goldstein/Kornfield
Emotionale Führung Goleman/Boyatzis/McKee
Emotionale Intelligenz Daniel Goleman
Funktionelle Anatomie des Menschen Johannes W. Rohen von Schattauer
Gesundheit in unseren Händen Kim Da Silva
Hands On Yoga Nadezhda Georgieva
Hatha Yoga Pradipika Swami Svatmarama
Klassische Akupunktur Walter Binder

 

 

Licht auf Pranayama B.K.S. Iyengar
Licht auf Yoga B.K.S. Iyengar
Mahabharata, eine alte indische Saga Miltner/Skrivanek (Müller Verlag)
Meinen Körper in meine Hände nehmen Kim Da Silva
Philosophie des ZEN-Buddhismus Byung-Chul Han
Samkhya-Philosophie Edition Holzinger
Spirituelle Intelligenz Danah Zohar/Ian Marshall
Tao-Te-King Laotse
The Aquarian Teacher KRI International/3HO
The key muscles of Hatha Yoga (englisch) Ray Long
The key poses of Hatha Yoga (englisch) Ray Long
The Science of Yoga William J. Broad
Wurzeln des Yoga Patanjali (Bettina Bäumer)
Yoga Anatomie 1, Die wichtigsten Muskeln Ray Long
Yoga Anatomie 2, Die Haltungen Ray Long
Yoga Anatomie 3, Agonist und Antagonist Leslie Kaminoff
Yoga und Ayurveda David Frawley/Sandra Summerfield
Zen in der Kunst des Bogenschießens E. Herrigel

 

Die in fett angedruckten Büchertitel solltest du in der Ausbildung benutzen, „The Science of Yoga“ vor dem Ausbildungsbeginn gelesen haben.